Reichlands Volkszählung
Rainer Rilling | 30. September 2007 | Abgelegt unter: Reichland • Privatisierung (allg.) • Reichtumsverteilung | Einen Kommentar hinterlassen
Nach dem 2007 World Wealth Report von Merrill Lynch & Cap Gemini lebten Ende 2006 9,5 Millionen Millionäre in Reichland, Menschen also, die Vermögenswerte von mindestes einer Million $ besaßen. Gegenüber 2005 bedeutete dies einen Zuwachs von 8,3 %. Diese knapp zehn Millionen besaßen 37,2 Billionen $, in 2011 werden es vermutlich 51,6 $ sein. Davon leben allein in den USA 3,2 Millionen Millionäre (+ 9,2 %), die 11,3 Billionen $ Vermögenswerte besaßen. Die Anzahl der Superreichen von Reichland – sie haben mindestens 30 Millionen - ist mit nun 94 970 überdurchschnittlich um 11,3 % gewachsen und ihre Vermögenswerte stiegen noch rascher um 16,8 % auf 13,1 Billionen $. Die Volkszähler meinen, dass dies ein „ein weiteres Zeichen (sei) that global wealth is rapidly consolidating among this ultra-wealthy segment.“ Es bleiben jene, von denen Butler James Stevens (gespielt von Anthony Hopkins) sagt: “I don`t believ a man can consider himself fully content until he has done all he can to be of service to his employer.”
Ver.di-Gewerkschaftstag zum Thema
Markus Euskirchen | | Abgelegt unter: Gewerkschaften • Öffentliche Dienste • Privatisierung • Wasser • Wohnen • De-Privatisierung • Praktische Kämpfe • Privatisierung (allg.) • Wasser • Wohnen • Öffentliche Güter (allg.) | Einen Kommentar hinterlassen
Reiche in Reichland, aufgelistet
Rainer Rilling | 25. September 2007 | Abgelegt unter: Reichland • Reichtumsverteilung | Einen Kommentar hinterlassen
Die World Billionaires List von Forbes (für das Jahr 2006) nennt 946 Milliardäre. 178 sind hinzugekommen. Ihr zusammengenommenes Vermögen stieg um 900 Mrd $ auf 3,5 Billionen $. 2/3 der Milliardäre, die letztes Jahr auf der Liste standen, sind reicher geworden. Im Schnitt sind die Milliardäre 62 Jahre alt (2 Jahre jünger als 2005). 40 % hätten ihr Vermögen durch Erbschaft gemacht. Der US-amerikanische Zweig von Reichlands Super-Rich verliert an Bedeutung: unter den Top 20 sind nur noch 5 aus den USA. Und die Russen kommen, auch wenn sie zunehmend in der Schweiz wohnen. In einer Liste der 100 reichsten Amerikaner entsprechend ihrem Vermögen im Vergleich zum BSP sind von den gegenwärtigen US-Reichen nur Buffett und Gates dabei. Carlos Slim Helu, der mexikanische Telekomtycoon, ist 67,8 Mrd $ wert Mitte 2007, was etwa 8 % des nationalen BSP entspricht – und rund der Hälfte der Werte, die an der mexikanischen Börse gehandelt werden (?). Damit wird er seit 2007 als reichster Mann der Welt gehandelt. Im Monatsturnus wächst sein Vermögen um 3,5 Mrd $ (2007). Er besitzt rund 90 % des Festnetzes und 70 % der drahtlosen Telefonie Mexikos. Damit war er die Nummer eins. Ansonsten merke: “poverty isn`t solved with donations” (Slim). Recht hat er. Zumal die Berater des täglichen Geldausgebens runde 3000 $ am Tag ür ihre Tipps verlangen.
Die brandneue Liste der 400 reichsten Bewohner der US-Provinz von Reichland listet Forbes auf – mit dem Editorial: “The Rich get Much Richer.”
Rekommunalisierung: Energie
Andrej Holm | 23. September 2007 | Abgelegt unter: Kommunen • Rekommunalisierung • De-Privatisierung • Energie | Einen Kommentar hinterlassen
Mühlheim: Bürgerbegehren scheitert!
Andrej Holm | 22. September 2007 | Abgelegt unter: Deprivatisierung • Kommunen • Öffentliche Dienste • Praktische Kämpfe | Einen Kommentar hinterlassen
Bahnprivatisierung
Rainer Rilling | 21. September 2007 | Abgelegt unter: Bahn • Privatisierungsfolgen • Mobilität | Einen Kommentar hinterlassen
Der Haushalt von Reichland
Rainer Rilling | 19. September 2007 | Abgelegt unter: Reichland • Reichtumsverteilung | Einen Kommentar hinterlassen
Der letzte World Wealth Report teilte mit, dass die Reichen ihre „alternative investments“ in 2006 gegenüber 2005 auf 10 % ihrer Investitionen halbiert haben – dazu gehören Hedge Fonds, Private Equity und Venture Capital. Prince & Associates untersuchten jüngst, wofür die Bonuszahlungen der Wall Streeters aus dem Jahr 2006 ausgegeben werden; 16 % werden gespart oder investiert, 16 % gehen in Häuser und Heime, 11 % in Kunst und andere Sammelwerte und weitere 11 % in Uhren und Schmuck. . Einen weitaus detaillierteren Überblick gibt die Studie von Elite Traveler / Prince Associates, angemessen der Zeit des auslaufenden Sommers 2007: sie wurde im Mai 2007 publiziert und basiert auf einer Befragung von 198 HNW-Familien, deren Ausgabenplanung für den Sommer in 17 Luxuskategorien erhoben wurde. Read more
New York Times – Zugang New York Times – Access
Rainer Rilling | 18. September 2007 | Abgelegt unter: Geistiges Eigentum • Medien • Open Access • Presse • Wissen • Bildung/Wissen • Öffentliche Güter (allg.) | Einen Kommentar hinterlassen
Bildung und Gesundheit als öffentliche Güter
Andrej Holm | 15. September 2007 | Abgelegt unter: Bildung • Gesundheit • Public Goods • Bildung/Wissen • Gesundheit/Soziales • Öffentliche Güter (allg.) | Einen Kommentar hinterlassen
Wissenschaft in Reichland
Rainer Rilling | | Abgelegt unter: Reichland • Wissen • Bildung/Wissen • Reichtumsverteilung | Einen Kommentar hinterlassen
T. Boone Pickens, Jr., Milliardär und mittlerweile nach ein paar Hundert Millionen Spenden mehr oder weniger Besitzer der Sportabteilung der Oklahoma State Universität spendete jüngst 50 Mio. $ dem Southwestern Medical Center der University of Texas in Dallas und dem M.D. Anderson Cancer Center in Houston. Die Empfänger dürfen das Geld erst dann ausgeben, wenn sie es verzehnfacht haben – dafür haben sie 25 Jahre Zeit; klappt es nicht, geht das Geld an den Staat. Anders gesagt: knapp 10 % Verzinsung im Jahr sind nötig, man kann sich leicht vorstellen, welche Medizin da im nächsten Vierteljahrhundert im Namen von T. Boone Pickens, Jr., getrieben werden wird.
Rekommunalisierung
Rainer Rilling | 14. September 2007 | Abgelegt unter: Kommunen • Öffentliche Dienste • Rekommunalisierung • De-Privatisierung | Einen Kommentar hinterlassen
“Die Einschätzung, private Entsorger könnten es grundsätzlich besser, ist reine Ideologie”, sagte Roland Schäfer, Präsident des Städte- und Gemeindebunds und Bürgermeister der Stadt Bergkamen. In der Stadt im Ruhrgebiet hätten die Gebühren bereits zwei Mal gesenkt werden können, seit die Stadt im letzten Jahr die Abfallentsorgung wieder selbst übernommen habe. Es gebe inzwischen eine kleine Gegenbewegung zur Privatisierung. Read more
Reichenmobile
Rainer Rilling | 12. September 2007 | Abgelegt unter: Mobilität • Reichland • Mobilität • Reichtumsverteilung | Einen Kommentar hinterlassen
Reichland ist bekanntlich einer der am raschesten wachsenden Kontinente. Mobilität beschäftigt daher alle sehr. Zum Beispiel die Sache mit den Autos. Soll man seine Rolls-Royce-Sammlung verkaufen, wie jüngst Richard J. Solove, dessen in über 30 Jahren erarbeitete Kollektion für gute 14 Mio. $ weg ging – doch er wird erst Ende des Jahres zwei neue RR-Phantoms geliefert bekommen? Was tun in der Zwischenzeit? Rasch ein Mercedes oder einen BMW kaufen – doch Bentleys und Maybachs sind angesagt. Vielleicht einen Ferrari P4/5 für 4 Mio $? Es gibt allerdings auch eine substantielle Marktsättigung hier. In Greenwich, Conn. etwa. Dort kommen 66 000 Fahrzeuge auf 61 972 Einwohner. Darunter sind: 3769 BMWs, 3474 Mercedes Benz’, 931 Porsches, 94 Ferraris, 90 Bentleys, 65 Aston Martin, 40 Maserati, 39 Rolls-Royce, 4 Maybachs und 1 Lamborghini. Anders gesagt: einer von zehn Einwohnern besitzt einen BMW oder einen Merceds. Zugegeben: einige haben 15 oder 20 Wagen. Man fragt sich, ob man unter solchen Bedingungen noch einen Unterschied machen kann!
Natürlich gibt es die Möglichkeit, sich in der Zwischenzeit in einem der rund 100 Luxus-Unterseeboote zu vergnügen, die gegenwärtig tief in den Meeren schippern. Ein Sub-U-Boot für rund 10 Passagiere kommt im Moment auf rund 10 Mio $, ein Gerät mit fünf Badezimmern und zwei Küchen liegt so bei 25 Mio $. Vielleicht bei Exomos in Dubai nachfragen? Schließlich sollen in seinem Show-Room mittlerweile 14 Luxus Personal Submarines ausgestellt sein. Aber es gibt eine Auftragsliste mit 26 Bestellungen, das dauert.
Vielleicht ist es auch günstig, sich um den aktuellen Stand des Jachtmarktes zu kümmern. Segeln ist seit den 80ern ziemlich out, es zählen die starken Motoren. Es müssen ja nicht gleich die 250 Mio $ sein, die Microsoft-Mitbegründer Allen für seine neueste (die dritte) seiner Megajachten ausgegeben haben soll (die “Octopus”, wie sinnhaft!). Aber auch hier sind die Wartelisten berträchtlich, bei Megajachten mittlerweile drei Jahre und mehr, wie yachtspotter.com vermerkt. Und im Moment werden einfach zu viele Jachthäfen umgebaut, um Platz für Megajachten zu schafen – das sind in der Regel Investitionen zwischen 200 und 500 Mio $ und nicht in einer Woche zu erledigen. Read more
Vom Wert öffentlicher Güter
Rainer Rilling | 11. September 2007 | Abgelegt unter: Privatisierungsfolgen • Public Goods • Bildung/Wissen • Gesundheit/Soziales • Mobilität • Praktische Kämpfe • Privatisierung (allg.) • Öffentliche Güter (allg.) | Einen Kommentar hinterlassen
“Wir wollen genauer fragen:
• Welche Erfahrungen wurden bisher mit Privatisierungen gemacht?
• Welche Folgen hat sie für die Beschäftigten und für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger?
• Ist Privatisierung eine „Patentlösung“?
• Gibt es Alternativen?
Die Fachtagung richtet sich an alle, die sich informiert und kompetent an der öffentlichen Diskussion beteiligen und sich beikonkreten Privatisierungsvorhaben vor Ort einmischen wollen.”
Details finden sich hier.
Privatisierungsberatung ist teuer
Andrej Holm | 7. September 2007 | Abgelegt unter: Kommunen • Praktische Kämpfe • Privatisierung (allg.) | Einen Kommentar hinterlassen
Der Versuch, die Hafengesellschaft LHG und die städtischen Entsorgungsbetriebe (EBL) in Lübeck zu privatisieren, wird teuer für die Stadt. Für die umstrittenen Berater müssen zusammengerechnet 3,6 Millionen Euro hingeblättert werden. Bislang waren Kosten von rund 1,7 Millionen Euro genannt worden. Read more
DIE LINKE ist die Partei des Öffentlichen
Andrej Holm | 6. September 2007 | Abgelegt unter: Bahn • Banken • Berlin • Bürgerbegehren • DIE LINKE • Eigentum • Internet • Kommunen • Leipzig • Medien • Presse • Privatisierung • Rekommunalisierung • Sachsen • Stadtwerke • Praktische Kämpfe • Öffentliche Güter (allg.) • Öffentlicher Raum | 1 Comment
erklärte der Linkspartei-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch auf einer Pressekonferenz. In einer Presseerklärung vom 3.9.07 heißt es:
“DIE LINKE macht die Abwehr des Ausverkaufs öffentlichen Eigentums und die Demokratisierung der öffentlichen Unternehmen zu einem ihrer politischen Schwerpunkte. DIE LINKE ist die Partei des Öffentlichen, die Partei, sich aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit und der Demokratie um die öffentlichen, personennahen Dienste kümmert, die die Perspektiven von Nutzern, Beschäftigten und Steuerzahlern ausgleichend zusammenbringen will, die für Transparenz und demokratische Kontrolle eintritt.
“Öffentlich! Weil’s wichtig für alle ist” – unter diesem Motto baut DIE LINKE einen politischen Schwerpunkt auf, mit dem die Handlungsebenen der Kommune, des Landes und des Bundes verzahnt werden sollen. Read more






