Torsten Bultmann zur unternehmerischen Hochschule [Interview]
Niels Spilker | Tags: Bildung • Privatisierung • Bildung/Wissen • Interviews • Privatisierung (allg.)
Torsten Bultmann vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) hielt am 23. November einen Vortrag an der Uni Tübingen: “Das Matthäus-Prinzip oder wie unternehmerischer Wettbewerb und Exzellenz Ungleichheiten vertiefen”.
Im Interview mit dem Bildungsmagazin der Wüsten Welle Tübingen erklärt Bultmann, was “Elite-Unis” implizieren und wie der Wettlauf um Elite und Exzellenz wohl vor allem dazu fürhrt, dass die bereits sehr erfolgreichen Universitäten weitergefördert werden, während die weniger prestigeträchtigen Bildungseinrichtungen “abgehängt” werden:
Das Gekd geht nur an solche Hochschulen, die auch bisher schon in allen Förderrankings relativ oben standen, also die meisten Drittmittel bekamen.
Das Interview kann hier als mp3 heruntergeladen oder hier online angehört werden. Vielen Dank dafür an die Wüste Welle und an freie-radios.net!
An anderer Stelle schreibt Torsten Bultmann:
Jedes Marktmodell suggeriert ideologisch die Gleichheit der Ausgangsbedingungen für die Teilnahme am Wettbewerb. Diese Chancengleichheit ist jedoch an den Hochschulen noch weniger vorhanden als irgendwo sonst in der Gesellschaft. Zusammengefaßt lautet die Kritik am Konzept der »wirtschaftlich denkenden Hochschule«, daß damit die vorhandenen Ungleichheitsverhältnisse und spezifisch patriarchalischen Rekrutierungsmechanismen von Wissenschaftskarrieren eher noch gestärkt – und zugleich politisch entthematisiert werden.
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Der Beitrag wurde am 5. Dezember 2011 um 11:42 Uhr von Niels Spilker veröffentlicht. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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