Ebay für Privatisierungsfreunde

Wer ein historisches Postgebäude in Modesto, Kalifornien, ersteigern möchte, hat noch genau 5 Stunden und 51 Minuten Zeit, sich an der Online-Auktion auf http://realestatesales.gov zu beteiligen. Dann fällt der virtuelle Hammer. Auf dieser Website werden öffentliche Gebäude der US-Regierung an den Meistbietendsten oder die Meistbietendste verscheuert.

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Land Grabbing als Win-Win-Situation?

Auch wenn es nur in Anführungsstrichen steht – immerhin wird es noch Land Grabbing genannt. Land Grab ist das Schlagwort für die Explosion (trans)nationaler kommerzieller Landtransaktionen, die gegenwärtig um die Produktion und den Export von Lebensmitteln und Agrotreibstoffen kreisen. Ein Kommentar auf tagesschau.de (siehe http://www.tagesschau.de/ausland/landgrabbing100.html) versucht zwischen positiven und negativen Folgen der neuen Landnahme abzuwägen: Das als Agro-Imperialismus titulierte Phänomen führt zu großflächigen Vertreibungen und raubt zahlreichen Menschen ihre Lebensgrundlage. Gleichzeitig könnten die Menschen in den  Ländern des zumeist globalen Südens die Technik und die Kapitalinvestitionen in den Agrarsektor gut gebrauchen. Es müsse nur ein vernünftiges Regelwerk her.

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Werkstattbericht

Internationaler RLS-Workshop „Free Public and Accessible Transports“ mit großem Programm – schließlich ist Berlin reich an solidarischer Alternativkultur von unten. Und dann gibt es im Ausland auch noch Interesse an der PDL und den links-emanzipativen Kritiker/innen an deren Basis. Selbsterklärtes Ziel des Workshops war es, Forschungsergebnisse zu organisieren, Einsichten zu mehren, soziale Bewegungen, die „stiftungsnahe Partei“ und politische Alternativprojekte zu unterstützen, Sozialforumsprozesse zu befördern. Mehr lesen

Wohnen als Job oder Recht auf Stadt? Creativity and the Capitalist City

Ich sitze hier am Laptop, allein das ist ja schon mal ein Inbegriff der Kreativität. Weil man den mitnehmen und nicht nur kreativ, sondern auch noch mobil und flexibel sein kann. Wichtige postfordistische Tugenden sind das. Mobil bin ich gerade nicht. Also nicht direkt in einer Latte-Machiato-Situation, aber immerhin Bürogemeinschaft und Espresso mit H-Milch. Und dazu noch in  Kreuzberg (Hinterhof), also allein das zeugt ja schon von einem schier grenzenlosen kreativen Potential.

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EnergieStadtKunst

Überall in der Stadt entstehen ‚Energieabfälle‘ — an U-Bahnschächten, an Neonreklamen, an Entlüftungs- und Abgasanlagen usw. Die Künstler und Tüftler Myriel Milicevic und Hanspeter Kadel — alias Neighbourhood Satellites Energy Harvests — nehmen das zum Anlass, um über städtische Ressourcennutzung und alternative Energien nachzudenken und auch selbst technische Lösungen ‚mit Kniff‘ zu entwickeln, wie Energieabfälle dezentral, kleinteilig und umsonst genutzt werden könnten (siehe Bild).

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Debtocracy

Zum ersten mal in Griechenland: Ein Dokumentarfilm produziert von der Zuschauerschaft. “Debtocracy” sucht nach den Gründen für die Schuldenkrise und empfiehlt Lösungenansätze, die von der Regierung und den Massenmedien totgeschwiegen werden.  Der Dokumentarfilm wird seit März kostenlos und zum Vorführen und Weiterverteilen im Internet verteilt und bringt Untertitel in mindestens drei Sprachen mit. Mehr (in englischer Sprache) und Download

Heute, Donnerstag, den 21. Juli 2011, gibts den Film mit Untertiteln in deutscher Sprache um 19:00 Uhr im Seminarraum 2, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1. Die Veranstaltung zur Krise in Griechenland wurde von den Studienstipendiaten aus Griechenland, Dionysios Granas und Nikolaos Alexatos,  initiiert.

APuZ zu Gemeingütern

Seit Jahrzehnten werden Gemeingüter wie Rohstoffe, Fischbestände oder die Erdatmosphäre so stark beansprucht, dass eine natürliche Regeneration kaum mehr möglich ist. Die Bundeszentrale für politische Bildung widmet aus diesem Anlass ihre aktuelle Ausgabe von „Aus Politik und Zeitgeschichte“, der populärwissenschaftlichen Beilage zur Zeitung „Das Parlament“, dem Thema „Gemeingüter“. Sehr interessant, weil der bürgerliche Standpunkt zum Thema hier umfassend und mit Fußnoten und Literaturverweisen aufgearbeitet wird. Außerdem kostenlos erhältlich. Alles weitere zum Thema hier im Blog

Vergewaltigung aufgrund von Sexsucht?

Was derzeit in den Medien zum Thema Vergewaltigungsvotwürfe gegen Prominente wie Daniel Strauss Kahn oder Jörg Kachelmann zu lesen ist, zeigt einen massiven Rollback längst überwunden geglaubte Geschlechterrollenklischees.  Auf keinen Fall sollten Debatten dazu Deutschlands Vorzeige-Feministin  Alice Schwarzer überlassen werden, die spätestens mit ihrem Sammelband „Die große Verschleierung. Für Integration, gegen Islamismus“ deutlich macht, auf welcher populistisch-rassistischen Seite sie steht. Was es braucht ist ein Linke, die sich in diese Debatten einmischt und Gegenpositionen bezieht, und zwar: feministisch, links und mit konkreten Forderungen im Gepäck.

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Verarmungspolitik via Schuldenbremse

Wurde mit der grundgesetzlich verankerten Schuldenbremse ein zweischneidiges Schwert geschaffen? Und hat man mit den Öffentlich-Privaten Partnerschaften weniger zur Entlastung der Kommunen beigetragen, als vielmehr einen neoliberalen Selbstbedienungsladen für das Finanzkapital geschaffen, um sich an den öffentlichen Gütern schadlos zu halten? Udo Riechmann stellt in der Kommune 3/2011 kritische Überlegungen zu diesen Fragen an und geht einigen Beispielen merkwürdiger politisch-wirtschaftlicher Verstrickungen zwischen Berlin und Frankfurt nach. Außerdem ein längeres telepolis-Interview, aufgesplittet in Teil1 und Teil2, mit Werner Rügemer über „unseriöse, spekulative und kriminelle Methoden“ im Zusammenhang mit PPP.

Der Pakt mit dem Panda: wem gehört der WWF und was tut er?

Der WWF, World Wide Fund For Nature, ist eine der größten NGOs überhaupt und gilt vielleicht als größte Umweltschutzorganisation überhaupt. Schon länger gab es Kritik am WWF, der aus elitären Zirkeln stammt und beste Kontakte zur Wirtschaft hat. Seine Zusammenarbeit mit dem Genpflanzenhersteller Monsanto und der Palmölbranche ist jetzt einmal mehr der massiven Kritik ausgesetzt, lediglich Greenwashing zu betreiben.

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Privatisierungen passé

Immer mehr Kommunen halten an ihren Wohnungen fest. Mit dem Verkauf großer Bestände aus dem Besitz der Städte und Gemeinden ist es erst einmal vorbei. Nicht nur die Auswüchse wie der Berliner Skandal um die mindestens 23 verschenkten Häuser der mittlerweile privatisierten GSW, sondern ganz allgemein schlechte Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen entsprechende Wirkung, das registriert selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Berggipfel zu verkaufen

Rosskopf, Kärnten

Rosskopf, Kärnten, via pilot_micha

Es ist schon wieder drei Wochen her, aber doch noch eine Meldung wert: Der österreichische Privatisierungs- äh.. Wirtschaftsminister Mitterlehner (ÖVP) hat sich gegen eine groß angelegte Privatisierungskampagne ausgesprochen: „Die Privatisierung von Berggipfeln ist nicht sinnvoll“. Naja. Bleiben uns Benzkopf und Weißer Riese vorerst erspart. Mehr lesen…