Sowas kommt von sowas: Wie der Geldadel H. zur Macht verhalf

Fabrice d‘ Almeida: „Hakenkreuz und Kaviar – Das mondäne Gesellschaftsleben im Nationalsozialismus“, Patmos Verlag 2007, 380 S.
Der in Frankreich lehrende Historiker Frabrice d‘ Almeida belegt in seinem Buch „Hakenkreuz und Kaviar“ die enge Kollaboration der oberen Zehntausend mit dem Hitlerstaat. Almeida schildert, wie Gesellschaftskreise des Geldadels Adolf Hitler zur Macht verhalfen. Den Diktator bewundernde Frauen bedachten ihn mit großzügigen Geschenken.

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Armut und Kinderarmut in Deutschland 2007

Ausgehend von der gerade durchgeführten Armutskonferenz, nachzulesen unter http://www.nationale-armutskonferenz.de, kommt die FR zu dem Fazit „Hartz macht Kinder arm“, in ihrer Ausgabe vom 17.10.07 unter dem Titel „Wir sind arm“.

Am Tag zuvor hatte Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach in seinem Vortrag gegenüber der NAK „Die Glut kommt von unten — aber keine Auflehnung?“ die These vertreten, Armut in unserem Land sei kein Schicksal oder Naturereignis, sondern gesellschaftlich verursacht. Arme würden arm gemacht.

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Richistan

wall street blogRobert Frank, Journalist beim Wall Street Journal, das seit Kurzem einen prominenten neuen Besitzer hat, publizierte vor kurzem ein Buch und kommentierte in seinem BlogRobert Frank, journalist for the Wall Street Journal and its prominent new owner, has a new book out and comments in his blog: The wealthy weren’t just getting wealthier — they were forming their own virtual country. They were wealthier than most nations, with the top 1% controlling $17 trillion in wealth. And they were increasingly building a self-contained world, with its own health-care system (concierge doctors), travel system (private jets, destination clubs) and language. (”Who’s your household manager?”) They had created their own breakaway republic — one I called Richistan.
Reichland greift dieses Spiel auf und macht Franks Blog mit bekannt – aber nicht nur.

Politökologie des Wassers. Online-ErstveröffentlichungPolitical ecology of water

Konflikte um die Aneignung und Kontrolle von Ressourcen und gesellschaftlichen
Versorgungsleistungen spielen im Kontext neoliberaler Inwertsetzungsstrategien eine zentrale Rolle. Vielfach werden die Diskussionen jedoch mit unpräzisen Begrifflichkeiten geführt, die nicht immer den politischen Kern der Konflikte erfassen.
Struggles over the appropriation and control of resource use are a key feature of neoliberal commodification processes. Frequently, critical debates are marked by blurring concepts which do not hit the political core.

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Event: The Rise of Disaster Capitalism? Naomi Klein on the Shock DoctrineVeranstaltung: Aufstieg des Katastrophenkapitalismus? Naomi Klein über die Schock-Strategie

Naomi Klein (author of „No Logo“), in her new book, „The Shock Doctrine: The Rise of Disaster Capitalism“, argues that the public disorientation created by shock – after a natural disaster, terrorist attack or war – is used to push through unpopular political and economic reforms. In ihrem neuen Buch „Die Schock-Strategie: Aufstieg des Katastrophenkapitalismus“ argumentiert Naomi Klein (Autorin von „No Logo“), dass die Orientierungslosigkeit und Verwirrung der Bevölkerung nach kollektiven Schockerlebnissen – Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder Kriegen – genutzt werden, um einschneidende und unbeliebte politische und ökonomische Reformen durchzusetzen.

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Plutonomy

peter-van-oostzanen-1.jpgAdvertising Age publizierte jüngst eine Übersicht zu den Ausgaben nach Einkommensgruppen in den USA (2005) aus der sich ergab, dass das obere Quintil 39 % der Konsumausgaben bestritt. Daten wie diese gelten als Beleg für die Plutonomics-These und ihre Radikalisierung, die darauf abzielt, dass es nur noch Reiche und den Rest gebe. Daraus ergebe sich, so etwa Ajay Kapur in seinen Beiträgen, dass die Ökonomie zuvorderst durch die Konsumausgaben der Reichen angetrieben werde. Er schreibt u.a.:„The top 1% of households in the U.S., (about 1 million households) accounted for about 20% of overall U.S. income in 2000, slightly smaller than the share of income of the bottom 60% of households put together. That’s about 1 million households compared with 60 million households, both with similar slices of the income pie! Clearly, the analysis of the top 1% of U.S. households is paramount. The usual analysis of the „average“ U.S. consumer is flawed from the start. To continue with the U.S., the top 1% of households also account for 33% of net worth, greater than the bottom 90% of households put together. It gets better (or worse, depending on your political stripe) – the top 1% of households account for 40% of financial net worth, more than the bottom 95% of households put together.“ …

Since consumption accounts for 65 pct of the world economy, and consumer staples and discretionary sectors for 19.8 pct of the MSCI AC World Index, understanding how the plutonomy impacts consumption is key for equity market participants.“ … There is no „average consumer“ in a Plutonomy. Consensus analyses focusing on the „average“ consumer are flawed from the start. The Plutonomy Stock Basket outperformed MSCI AC World by 6.8% per year since 1985. Does even better if equities beat housing. Select names: Julius Baer, Bulgari, Richemont, Kuoni, and Toll Brothers.

Ja, das findet Anklang.

Öffentlicher Dienst und Privatisierung

Der Deutsche Beamtenbund hat durch Forsa eine Befragung [pdf] durchgeführt, die außerordentlich interessante Ergebnisse erbrachte die zeigen, dass eine bemerkenswerte Mehrheit der Bevölkerung die aktuelle Praxis der Privatisierung des Öffentlichen nicht akzeptiert. Sie zeigt Positionen zu der „Tragbarkeit“ und Akzeptanz von Privatisierungen und erhebt erstmals die verschiedenen kritischen Einschätzungen zu den Folgen von Privatisierungen. Weitere Privatisierungen öffentlicher Dienstleistungen werden von 50 % der Bevölkerung abgelehnt, weitere 19 % sind für Reprivatisierungen und nur eine Minderheit von 24 % tritt für eine weitere Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen ein, wobei diese Gruppe bei der FDP 44 %, den Grünen 29 %, der CDU/CSU 31 %, bei der SPD nur 21 % und der Linkspartei gerade mal 13 % Anhänger hat – bei dieser plädieren 36 % für Deprivatisierung.

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Berichte: 5 vor 12 – Aktion gegen Ausverkauf der BahnGermany: Actionday against the privatization of the railroad

Flashmobs in train stations all over Germany – protesting against the privatization of „Deutsche Bahn“, the national railroad company. Showing the equation „183=13“: 183 Billions overall assets held by the state. half of it going to be sold to private investors for 6,5 billions… More at indymedia.deDie Bahn steht vor dem Ausverkauf. Die Menschen wehren sich – manchmal auch auf ungewöhnliche Weise: Flash-Mob in vielen Städten in Deuschland. Die Gleichung: 183 Milliarden Bruttoanlagewerte werden zur Hälfte verkauft an Privat – zum Preis von 6,5 Milliarden Euro… Mehr bei Indymedia.

Europareichland

ivan-titor-3.jpgTulip Research hat die reichsten Leute in Frankreich, Deutschland und England gefragt und wissen lassen, dass 1,6 Millionen von den 160 Millionen im Schnitt 4,33 Millionen € besitzen; was bedeutet, dass ein Prozent 70 % der liquiden Mittel besitzt, über die in diesen drei Ländern privat verfügt wird. Tulip zählt dabei 315 000 Millionäre und 3000 Superreiche, die im Schnitt über 116 Millionen flüssige Mittel verfügen. Das oberste Prozent hat in England (= 480 Personen) 3,11 Mio € durchschnittliche liquide Mittel, in Frankreich (= 477 Personen) 4,23 Mio € und in Deutschland (=679 Personen) 5,26 Mio €; von den vorhandenen Mitteln entfallen auf diese Gruppe dementsprechend 66 %, 71 % und 73 %. Leicht erkennbar übrigens, dass das oberste Prozent in Deutschland das höchste Durchschnittsvermögen besitzt, die meisten Mitglieder hat und den größten Vermögensanteil besitzt. Nach Tulip Research investieren die Top 1 % Deutschlands, Frankreichs und Englands in Firmenkapital (24,1 %), Finanzen (13,8 %) und Immobilien (37,9%). In Deutschland liegt die Anteile bei 23,7 %, 11,7 % und 46,8 % (!)
„Liquid assets are defined as “the total amount of funds in the form of cash or quickly convertible to cash including cash, demand deposits and time and savings deposits or investments convertible either through their sale or through the scheduled return of principal at maturity. The Tulip definition also includes investment property excluding investor homes & second homes.“ Quelle: “HNW & Ultra HNW Investment Behaviour in France, Germany & the UK”, published September, 2006, Tulip Financial Research Ltd.