Berliner Manifest zur Grundversorgung in der Netzgesellschaft

05.09.2008, www.heise.de
Gewerkschaftler, Forscher, zivilgesellschaftliche Organisationen wie der Chaos Computer Club (CCC), EU-Abgeordnete sowie der Städte- und Gemeindebund haben sich in einer Charta für einen offenen Zugang zu öffentlichen Netzinfrastrukturen und gegen Privatisierungstendenzen im E-Government ausgesprochen. „Nicht am Internet teilhaben zu können, bedeutet den Ausschluss aus weiten Teilen des gesellschaftlichen und familiären Lebens, Ausschluss von Bildungs- und Informationsmöglichkeiten, von demokratischer Teilhabe“, heißt es im „Berliner Manifest[1] zur Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft“, dessen Verabschiedung am Ende der Debatten auf einer Tagung von ver.di[2] am Freitag stand. Jeder Bürger benötige einen Zugang zum Internet mit ausreichender Bandbreite. Es gelte, den Begriff der Grundversorgung in diese Richtung zu definieren.

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OSM: Kartenmaterial weltweit und für alle frei

1218150545.pngDas Hauptziel von OpenStreetMap ist es, qualitativ hochwertige Karten zu erstellen und deren Nutzung ohne Kollisionen mit Inhabern irgendwelcher Kartenrechte zu ermöglichen. Dazu dient eine Wiki-Plattform, auf der jede_r Karten bearbeiten kann. Mittlerweile ist das OSM-Material vielerorts schon erheblich besser als das von Teleatlas (welches z.B. Google Maps verwendet). Vor allem bei Parks, Feld- und Waldwegen, Fußwegen, Radwegen usw. bewährt sich das Wiki-Mitmach-Prinzip. OpenStreetMaps steht unter der CreativeCommons-Lizenz „Share-alike“. Daher gibt es natürlich keine Fake-Straßen mitten durchs Haus und anderen absichtlichen Unfug wie bei den Kommerziellen, die mit derartigen „Wasserzeichen“ ihr „geistiges Eigentum“ gegen Urheberrechtsschutzverletzungen schützen wollen.

Freies Telefon.

dboard-002.jpgOpenmoko, ein Handtelefon, bei dem Software und Hardware (!) offen liegen und von einer Community weiterentwickelt werden. Handtelefonkultur jenseits des iPhone-Hypes (Datasheet: Openmoko vs. iPhone). Und Kommunikations-Kommunismus hätten wir mit offenen, dezentral betriebenen und sich überlagernd miteinander verschalteten Netzen (a la freifunk) und nicht zu vergessen: wenn die Produktionsmittel zur Materialisierung der CAD-Vorlagen auch noch frei wären…

Graz, Festival: „Elevate Commonism!“

„Elevate Commonism!“ heißt es vom 5. bis 9.11. 2008 in Graz. Das graz-schlossberg.jpg Elevate „Festival für zeitgenössische Musik und politischen Diskurs“ findet bereits zum vierten Mal statt und besticht vor allem durch das besondere Konzept (Zusammenführung von politischem Diskurs, zeitgenössischer Musik und Partykultur in einem außergewöhnlichen Rahmen auf hohem Niveau) und die einzigartigen Veranstaltungsorte, die sich im inneren des im Stadtzentrum gelegenen Schlossbergs befinden.

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Breitbandprivatisierung

Pat Mooney erörtert die „new enclosures of the commons”, die Einhegungs- und Privatisierungsprozesse der Gemeinschaftsgüter, die bislang kaum erkannt, geschweige denn öffentlich diskutiert sind. Die komplette Aufzeichnung auf englisch (28,30 min + Diskussion; das vierte Video.) ist online. Und im Commons Blog gibt es längere Zitate in englischer Sprache mit links zu Hintergründen und weiterführendem Material.

All in Common: A New/Old Slogan for Labour Internationally

Peter Waterman (London 1936) is a veteran activist-researcher in and on labour, social movements, the old and new internationalisms. His new book consists of papers written since his New Internationalisms and is published online fulltext under a commons licence. They fall under the heads of Labouring People and Unions, Women and Feminism, Communication and Culture, the Global Justice Movement and World Social Forum. An autobiographical Conclusion reflects on Communism as a predecessor of the latest wave of internationalist social movements. Read more

Book: „Nowtopia“

4975_popup.jpgLook at Chris Carlsson’s new book „Nowtopia. How Pirate Programmers, Outlaw Byciclists, and Vacant-Lot Gardeners Are Inventing the Future Today!“ If activists don’t identify themselves necessarily as artists and their activities not necessarily as art, their communal everyday activity seems to have something very liberating and potentially even subversive. I DO have a lot of doubts and questions about Chris‘ superoptimistic interpretation of this sort of new „leisure time working class“, but still…
See the book’s introduction (pp. 3, 4-5, 6-7, 8-9) and the link to the offical website.

A new foundation, aiming at Global Commons

GCF seeks to help found, nurture, and sustain an evolving global commons of critical, innovative, and imaginative responses to the political, social, cultural, and environmental crises of today’s world, which it views as opportunities for generating urgently needed, significant transformations. The Foundation defines “global commons” as a universally accessible and democratically shared space of dialogue, thought, and action.

Checkout Global Commons Foundation (GCF)

Open Stockholm

logo.pngOn Saturday February 2 „Open Stockholm“ acted host as culturally starved „stockholmers“ took part in an action for free entry to museums. Thirty or so culturebuffs visited the museum of architecture as well as the museum for Asian culture. To illustrate the failure of their attempt to introduce admission fees at museums – a symbolic mass entry was performed, without paying admission of course. Through this action we wanted to direct attention to the way admission fees and charges come to act as a fence in our cultural landscape. Read MoreAm Samstag, den 2. Februar, hat Öppna Stockholm (Öffne Stockholm) kulturhungrige StockholmerInnen zum Gratismuseumsbesuch eingeaden. 30 KulturliebhaberInnen besuchten das Architekturmuseum und das Ostasiatische Museum. Um gegen die Eintrittspreispolitik zu demonstrieren, verschafften wir uns in einer symbolischen Aktion freien Zugang zu den Museen. Wir wollten dabei aufzeigen, dass die Eintrittspreise einem Zaun in unserer Kulturlandschaft gleichkommen. Mehr lesen