Privatisierung aus linker Sicht
Markus Euskirchen | Announcement | Abgelegt unter: Privatisierung (allg.) | Einen Kommentar hinterlassen
Das Netzwerk ppg (privatization, public goods) fragt aus linker Sicht nach den Wirkungen von Privatisierungspolitik auf die (Um-) Verteilung von Ressourcen in der Gesellschaft, auf die (Um-) Verteilung politischer „Güter“ (Herrschaftseffekte, Demokratie und Teilhabe, Zugangsmöglichkeiten) und auf die Dimension der politisch-sozialen Konflikte. Es geht ihm um den Zusammenhang von Eigentum, Herrschaft und Gleichheit. Mehr lesen
Banken- und Finanzmarktkrise. Betrifft uns das?
Markus Euskirchen | | Abgelegt unter: Finanzen | 3 Comments
Bankenkrise. US-Staat bündelt 700 Mrd. Hilfspaket. Größtes aller Zeiten. Alles supperdramatisch. Aber bei aller Dramatik: Überall nur widersprüchliche Ansagen: Das Bankensystem als solches sei nicht bedroht. Die Spareinlagen seien sicher. Die Folgen der großen Zusammenbrüche in den USA für Europa/Deutschland/das Weltfinanzsystem seien unabsehbar. Dazu passen die einzelnen Expertenstimmen, die erfrischend offen erklären: Wir wissen eigentlich gar nicht was passiert (erste Hinweise sammelt der RLS City Crash Counter), was mit was wie zusammenhängt und was noch alles passieren wird. Mehr lesen
Schlechte Laune in Reichland
Rainer Rilling | 15. November 2008 | Abgelegt unter: Reichtumsverteilung, Allgemein | Einen Kommentar hinterlassen
Ja, harte Zeiten in Reichland. Wie hart sind sie denn? Vor gut einem Jahr lag der Dow Jones Index bei 14,279, heute liegt er 8,497.31. Wie sieht es mit den amerikanischen Superreichländern aus: Kasinomogul Sheldon Adelson verlor 24,9 Mrd $ (91 %) und lag Anfang Oktober 2008 bei irrelevanten 2,6 Mrd $ - das sind so 4,1 Mio Dollar Verlust - in der Stunde. Der Wal-Mart Walton-Clan schrumpfte um 19 % auf 86,9 Mrd. $, Warren Buffett um 25 % auf 49,7 Mrd$, Brin & Page von Google verloren 12,1 Mrd $ - 56 %) und liegen nun bei 9,5 Mrd. $, Bill Gates verlor 40 % auf 17,7 Mrd $, Larry Ellison von Oracle verlor 31 % auf 18,6 Mrd., Murdoch verlor 63 % auf 2,8 Mrd $ und Charles Schwab verlor 57 % (von 4,6 auf 35 Mrd $). Michael Dell verlor um 56 %, Steve Jobs um 46 %. Auch wenn das in der Menge beträchtlich, im Einzelfall - man erinnere sich an die dot-com-Blase - eher üblich ist, legen sich solche Trends doch aufs Gemüt. Die Stimmung trübt ein. Der Yellowstone-Elite-Club der 350 Reichsten ist pleite und kann nicht mal mehr Hamburger kaufen. Der Lamborghini-Händler in Oregan-County hat zugemacht. Die Spectrem-Studie für $24,500.00 $ wird das alles und die schlechte Laune untersuchen.
Greece: “We are not at all ‘Robin Hoods’, it is not about charity.”
Markus Euskirchen | 7. November 2008 | Abgelegt unter: Praktische Kämpfe | Einen Kommentar hinterlassen
Entschuldigung, diesen Beitrag gibt es nicht in deutscher Sprache
Deutsche finden Sarkozys Verstaatlichungsphantasien cool
Markus Euskirchen | 6. November 2008 | Abgelegt unter: De-Privatisierung | Einen Kommentar hinterlassen
Zur Not eben Teilverstaatlichung: Eine große Mehrheit der Deutschen befürwortet die staatliche Beteiligung an Schlüsselbranchen, um den Verkauf an ausländische Investoren zu verhindern. Sogar Anhänger von Union und FDP sind dafür. Mehr lesen
Privatisierungskrise bei ARD/Plusminus
Markus Euskirchen | 5. November 2008 | Abgelegt unter: PPP | Einen Kommentar hinterlassen
Privat Public Partnership’ (PPP) - das englische Schlagwort bedeutet nichts anderes als eine Partnerschaft zwischen privaten und öffentlichen Trägern. Gemeint sind damit also Kooperationen zwischen dem Staat - meist Kommunen, Landkreisen oder Gemeinden - und privaten Investoren. In der Praxis funktioniert das meist so: Der private Träger übernimmt beispielsweise Dienstleistungen oder auch Gebäude-Sanierungen, die eine Gemeinde oder Kommune früher selbst erledigt hat. Dafür bezahlt der Staat den Investor. Die öffentlichen Hände hoffen, dadurch Geld zu sparen. Weil die Summen, die sie an den Investor zahlen, geringer sind als die Kosten, die sie aufbringen müssten, um den Auftrag selbst zu erledigen. So weit die Idee. Doch sparen die Kooperationen wirklich Kosten? Und wenn nicht: Wer hat das Nachsehen? Plusminus hat sich mehrere PPPs genauer angeschaut und nachgehakt. Dienstag, 14.10.2008 | 21.50 Uhr im Ersten
Foren bei Heise.de: Umkämpfte digitale Allmende
Markus Euskirchen | 4. November 2008 | Abgelegt unter: Öffentliche Güter (allg.), Bildung/Wissen | Einen Kommentar hinterlassen
Heise.de, ein fetter Knotenpunkt im WWW der Informationen: Heise-Meldungen sind qualitativ hochwertig und haben oft exklusiven info/news-wert und es gibt eine Kommentarfunktion, die viele Beiträge provoziert und viele wichtige Diskussionen abbildet. Oft zeigen diese Diskussionen das netzweite Wissen um einen Sachverhalt und dessen Entwicklung über die Zeit.
Nun will (und muss?) Heise als Serverbetreiber (und das heißt auch -bezahler) ältere Foren löschen. Und plötzlich wird klar: Auch Heise ist letztlich nur ein nach Kostenlogik kalkulierendes Privatunternehmen, verwaltet aber wichtige Teile einer digitalen Wissensallmende. Und so bildet die Kommentarspalte zu dieser Löschungsankündigung die Fragilität der digitalen Allmende ab im Zeitalter von Privateigentum und kapitalistischem Produktionsverhältnis. Und gleichzeitig wird sie zur Arena für den Kampf um diese Allmende.
2. Bundeskonferenz Antiprivatisierung - in Braunschweig
Markus Euskirchen | 3. November 2008 | Abgelegt unter: Praktische Kämpfe | Einen Kommentar hinterlassen
Mit 52 Vertretern aus 22 Initiativen aus dem ganzen Bundesgebiet fand in Braunschweig die 2. Bundeskonferenz der Privatisierungsgegner am 1. und 2. November 2008 statt. Eine gemeinsame Erklärung als PDF kam zustande. Die Fachvorträge durch Roland Schäfer (Bürgermeister der Stadt Bergkamen und Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW), Fachanwalt Benno Reinhard und Gerlinde Schermer (Berliner Wassertisch), ergaben detaillierte Hinweise, dass die Privatisierungen den Bürger teuer zu stehen kommen. Mehr lesen
Attac gegen Glücksspiel
Markus Euskirchen | 31. Oktober 2008 | Abgelegt unter: Finanzen, Praktische Kämpfe | Einen Kommentar hinterlassen
Dem Alltagsverstand erschließt sich das Finanzwesen am besten mit dem Bild des Wettbüros. An den Börsen wird auf bestimmte wirtschaftliche Entwicklungen gewettet und sich - darauf aufbauend - möglichst gegen Wettverluste abgesichert (Derivate). Wie immer setzt Attac am Alltagsverstand an, macht eine coole Aktion (zum live-Mitschnitt bei n-tv) und fordert (anläßlich, aber nicht ursächlich der Welt-Finanz- bzw. Kredit- bzw. Währungskrise): “Casinos schließen!”.
Rettungspaket=Zweite bzw. “Doppelte Enteignung”
Markus Euskirchen | 30. Oktober 2008 | Abgelegt unter: Reichtumsverteilung, Finanzen | Einen Kommentar hinterlassen
Sarah Wagenknecht schreibt im ND-Gastkommentar: “Daß die (teilweise) Verstaatlichung von Banken inzwischen auch von hartgesottenen Neoliberalen gefordert wird, ist freilich kein Anlaß für Genugtuung. Zwar führt an einer Verstaatlichung von bankrotten Banken vermutlich kein Weg vorbei. Doch leider sollen keine Vermögenswerte verstaatlicht werden, sondern faule Kredite bzw. Schulden, die sicher noch viele Jahre auf den Schultern der Steuerzahler lasten werden. In gewisser Hinsicht kommen die aktuellen Rettungspakete einer zweiten Enteignung gleich: Die erste Enteignung fand statt, als mit billigen Krediten reihenweise Unternehmen aufgekauft und öffentliches Eigentum privatisiert wurde. Jetzt, wo die Kreditblase geplatzt ist, sollen die Kosten für die beispiellose Fusions- und Privatisierungswelle nachträglich der öffentlichen Hand aufgedrückt werden.” Mehr lesen
Nächste Seite








