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	<title>www.who-owns-the-world.org &#187; Autobahn</title>
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		<title>PPP-Debakel auf der A1</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 05:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die A1 ist die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Hamburg und Bremen. Zu den Dauerbaustellen beim sechsspurigen Ausbau der Autobahn kommen jetzt noch zahlreiche L&#246;cher im neuen Asphalt. Und wie beim Pfusch beim U-Bahn-Bau in K&#246;ln und D&#252;sseldorf taucht auch bei diesem Desaster der Name eines Mannheimer Baukonzerns auf: Bilfinger Berger. &#8230; Das Desaster wirft aber nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die A1 ist die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Hamburg und Bremen. Zu den Dauerbaustellen beim sechsspurigen Ausbau der Autobahn kommen jetzt noch zahlreiche L&#246;cher im neuen Asphalt. Und wie beim Pfusch beim U-Bahn-Bau in K&#246;ln und D&#252;sseldorf taucht auch bei diesem Desaster der Name eines Mannheimer Baukonzerns auf: Bilfinger Berger. &#8230; Das Desaster wirft aber nicht nur einen Schatten auf den Baukonzern, sondern auch auf <strong>das bisher gr&#246;&#223;te Gemeinschaftsprojekt von &#246;ffentlicher Hand und Privatwirtschaft (Public Private Partnership)</strong> in der Bundesrepublik: Das Konsortium &#8216;A1-mobil&#8217; finanziert den Ausbau der 73 Kilometer langen Strecke sowie deren Betrieb und Erhaltung.&#8221; Mehr lesen in der <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/autobahn-desaster-fuer-bilfinger-berger-424563/" target="_blank">Wirtschaftswoche</a></p>
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		<title>Bericht vom Treffen der PPP-Privatisierungslobby in Weimar</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 16:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Nagler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der vergangenen Woche fand in Weimar das 10. Betriebswirtschaftlichen Symposium Bau an der Bauhaus-Universit&#228;t statt. Attac, ver.di und Transparency International hatten in diesem Jahr die Gelegenheit auf einer Podiumsdiskussion Pro-Kontra PPP im Rahmen der Konferenz ihre Kritikpunkte an diesem Modell der Privatisierung vorzutragen. Hier einkopiert ein Bericht der ebenfalls auf meinem Blog ver&#246;ffentlicht ist:

Privatisierungslobby [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der vergangenen Woche fand in Weimar das 10. Betriebswirtschaftlichen Symposium Bau an der Bauhaus-Universit&#228;t statt. Attac, ver.di und Transparency International hatten in diesem Jahr die Gelegenheit auf einer Podiumsdiskussion Pro-Kontra PPP im Rahmen der Konferenz ihre Kritikpunkte an diesem Modell der Privatisierung vorzutragen. Hier einkopiert ein Bericht der ebenfalls <a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/?p=2172" target="_blank">auf meinem Blog</a> ver&#246;ffentlicht ist:</p>
<p><span id="more-2708"></span></p>
<p><strong>Privatisierungslobby traf sich in Weimar. PPP = Privatisierung</strong></p>
<p>Hier nun ein kleiner Bericht vom 10. Betriebswirtschaftlichen Symposium Bau an der Weimarer Bauhaus-Universit&#228;t, an welchem ich in der vergangenen Woche teilgenommen habe. Die Veranstaltung ist eine Werbeveranstaltung der Lobbyisten f&#252;r &#214;ffentlich-Private-Partnerschaften (&#214;PP oder auch PPP) und fand bereits zum zehnten Mal statt (<a href="https://www.symposium-bau.de/frontend/file.php?id=2959&amp;dl=1" target="_blank">Programm</a>). Die Tagung dient vor allem dazu Vertretern der &#246;ffentlichen Hand das Privatisierungsmodell schmackhaft zu machen. Attac und der Ortsverband der Partei DIE LINKE liefen vor dem Tagungsgeb&#228;ude zu einer<a href="http://weimar.thueringer-allgemeine.de/web/weimar/startseite/detail/-/specific/Bau-Symposium-der-Uni-Weimar-rief-auch-Kritiker-hervor-1770138847" target="_blank"> Protestkundgebung</a> auf und machten auf die Risiken und hohen Kosten von PPP aufmerksam.<img src="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Au&#223;erdem stelle ich die beiden, der Tagungsbrosch&#252;re beigelegten kurzen Statements von Renate Sternatz und mir f&#252;r das Pro-Kontra-Podium an welchem wir f&#252;r ver.di bzw. attac teilgenommen haben hier online:</p>
<blockquote><p><strong>PPP – die Realit&#228;t sieht anders aus, ein Blick hinter Hochglanzbrosch&#252;ren</strong></p>
<p>Seit Ende 2005 besch&#228;ftigt sich der ver.di Fachbereich Gemeinden mit Public-Private-Partnership. In Kooperation mit der Hans-B&#246;ckler-Stiftung haben wir im Rahmen des Projektes  „Gemeinwohl- und Arbeitnehmerorientierung kommunaler PPP-Projekte“ einige geplante PPP-Vorhaben unter die Lupe genommen.  (<a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/Vorabstatement-Sternatz-Weimar-2010.pdf" target="_blank">Hier das Statement von Renate Sternatz lesen.</a>)</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>&#214;PP – Hohe Kosten und langfristige Risiken f&#252;r die &#246;ffentliche Hand</strong></p>
<p>&#214;ffentlich-Privaten-Partnerschaften halten einer Pr&#252;fung auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit nicht stand und sind mittel- und langfristig ein gef&#228;hrlicher Weg f&#252;r St&#228;dte, Gemeinden und L&#228;nder, weil durch sie die Finanzierungslast in die Zukunft verschoben wird und durch sie nicht absch&#228;tzbare Risiken eingegangen werden.  (<a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/Vorabstatement-Nagler-Weimar-2010.pdf" target="_blank">Hier das Statement von Mike Nagler lesen.</a>)</p></blockquote>
<p>Die <a href="http://tinyurl.com/yz2gses" target="_blank">Teilnehmer</a> der Konferenz kamen in etwa zu 35 % aus dem &#246;ffentlichen Bereich (Kommunalverwaltung, Landesbanken, Landesministerien, Hochschulen, Politiker) und zu ca. 65 Prozent aus der Privatwirtschaft (priv. Banken, Berater, Baukonzerne).</p>
<p>Die Er&#246;ffnung begann mit einem Gru&#223;wort des Rektors der Universit&#228;t Weimar. Wobei er die Veranstaltung und den Hauptverantwortlichen und Initiator Prof. Alfen &#252;berschwenglich lobte. Kein Witz: W&#246;rtlich sprach er dabei u.a. von &#8220;PPP als einer Art neuen Religon&#8221; und nannte in diesem Zusammenhang Herrn Prof. Alfen als den &#8220;Papst&#8221; dieser neuen Religion.<br />
Da ich die Debatten um die zunehmende Bedeutung von der Gewinnung von Sponsoren aus der Privatwirtschaft f&#252;r die staatlichen Hochschulen aus meiner hochschulpolitischen T&#228;tigkeit kenne, sch&#228;tze ich mal, dass die Bauhaus-Universit&#228;t Weimar sicherlich sehr gute Sponsoren in Sachen &#8220;Drittmitteleinwerbung&#8221; aus der Bauindustrie hat. Es liegt also die Vermutung nahe, dass die Hochschule sehr stark von privaten Geldgebern abh&#228;ngig ist und sich deshalb sogar der Rektor derart &#228;u&#223;ert.</p>
<p>Danach sprach <a href="http://www.uni-weimar.de/cms/bauing/organisation/bwl-im-bauwesen/team/leiter-der-professur.html" target="_blank">Prof. Alfen</a>, der Initiator der Tagung und betonte in seiner Rede die steigende Bedeutung von &#214;ffentlich-Privaten-Partnerschaften. Trotz Wirtschaftskrise sei PPP nicht eingebrochen wie bef&#252;rchtet und es werde demn&#228;chst noch st&#228;rker losgehen. Es g&#228;be bundesweit 130 realisierte <a href="http://www.ppp-projektdatenbank.de/" target="_blank">Projekte</a> (Hochbau und Verkehr zusammengenommen). Relativ bald kam er auch auf die Kritiker zu sprechen die ja sogar schon vor der T&#252;r st&#252;nden. Diese h&#228;tten keine sachlichen Argumente.</p>
<p>Danach sprach Herr Bodner (Hauptverband der Dt. Bauindustrie und von Bilfinger Berger): Er war der, der am ungesch&#246;ntesten die W&#252;nsche der Konzerne vortrug. Unter anderem war ihm wichtig anzubringen, dass die &#8220;Benachteiligung&#8221; welchen Privaten bei der Erhebung der Umsatzsteuer zuteil wird endlich aufgehoben werden m&#252;sse. Hinsichtlich PPP speziell im Gesundheitswesen wies er darauf hin, dass eine Reihe von PPPs bei Krankenh&#228;usern nicht zustande gekommen seien, weil diese Krankenh&#228;user praktisch in Insolvenz gehen k&#246;nnten, da es keine Absicherung durch die Kommune g&#228;be und deshalb die Banken keine Kredite finanzierten. Das k&#246;nne so nicht sein. Die Kommunen sollten nach Sicht der Bauindustrie in allen Bereichen die Haftung &#252;bernehmen damit die Gewinne der Konzerne garantiert werden k&#246;nnten. Die Sichtweise war sehr einseitig auf den Vorteil der Privatwirtschaft &#8211; bzw. besser der gro&#223;en Player in der Bauwirtschaft &#8211; vorgetragen. Auch er sprach davon dass sich niemand von den unwissenden Kritikern von <a href="http://www.ppp-irrweg.de" target="_blank">PPP in die Irre</a> f&#252;hren lassen solle.</p>
<p>Auf jeden Fall war interessant, dass fast alle Redner mehr oder weniger die &#8220;zunehmende und wachsende Kritik an PPP Modellen&#8221; in ihren Beitr&#228;gen erw&#228;hnten. Die Erw&#228;hnung des <a href="http://www.attac.de" target="_blank">Netzwerks Attac</a> kam mehrfach vor in diesem Zusammenhang. In den Ausf&#252;hrungen wurde oft von &#8220;pauschalen Gegnern die mit polemischen Spr&#252;chen daherkommen&#8221; gesprochen bzw. davon, dass die Kritiker keine &#8220;sachlichen Argumente&#8221; vorbringen w&#252;rden.</p>
<p>Danach gab es eine erste Podiumsdiskussion an der als Kritiker von PPP <a href="http://www.toni-hofreiter.de/faltblaetter/PPP.pdf" target="_blank">Herr Hofreiter</a> (Bundestagsfraktion B90/Gr&#252;ne) teilnahm und der vor allem auf die Geheimhaltungsproblematik bei diesen Modellen hinwies.</p>
<p>Ich habe am &#8220;Workshop&#8221; (in Anf&#252;hrungszeichen, weil die Workshops auch Vortr&#228;ge waren) &#8220;Verbesserung des Risikomanagements in Folge der Finanzkrise aus Sicht<br />
verschiedener Stakeholder&#8221; teilgenommen. Ich m&#246;chte hier nicht n&#228;her auf die verschiedenen Beitr&#228;ge eingehen. Nur soweit: Moderiert wurde es von Prof. Alfen und es gab vier Personen die einen Vortrag zum Thema hielten jeweils aus Sicht von 1. Baukonzerne (in diesem Fall Bilfinger&amp;Berger), 2. Banken (in diesem Fall DZ Bank), 3. &#214;ffentliche<br />
Hand (In diesem Fall absurderweise von einer Absolventin von Alfens Studiengang und Mitarbeiterin von Alfen Consult &#252;bernommen!), 4. Einer Fondgesellschaft.<br />
Interessant war dabei jedenfalls, dass es keinen Vertreter der &#246;ffentlichen Hand gab, bzw. f&#252;r die &#246;ffentliche Hand jemand von der Alfen Consult gesprochen hat und dabei mehrfach die &#246;ffentl. Hand kritisierte. (Bspw.: &#8220;Die &#246;ffentl. Hand kann kein Risikomanagement bzw. ist daran nicht gew&#246;hnt.&#8221;)</p>
<p>Es gab nach den &#8220;Workshops&#8221; noch eine Reihe Vortr&#228;ge die alle dazu dienten den Anwesenden PPP schmackhaft zu machen. Die letzte Veranstaltung des Tages war dann die Podiumsdiskussion Pro &#8211; Kontra PPP. Diese war folgenderma&#223;en zusammengestellt:</p>
<p>Auf dem Podium:  Arnd Baumgard (<a href="http://www.sgcib.com/" target="_blank">Société Générale Corporate and Investment Banking</a> und Mitglied des <a href="http://www.bppp.de/" target="_blank">BPPP</a>), Frank Heudorf, (<a href="http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3363" target="_blank">Stadtk&#228;mmerei Frankfurt am Main</a> und &#8220;<a href="http://www.mbi-mh.de/PPP-Flops__Frontal21.pdf" target="_blank" class="broken_link">PPP Mann 2008</a>&#8220;), Gabriele C. Klug (<a href="http://www.transparency.de/" target="_blank">Transparency International</a> und Beigeordnete in der Verwaltung der <a href="http://www.wesel.de/" target="_blank">Hansestadt Wesel</a>), Renate Sternatz (Bereichsleiterin Fachbereich Gemeinden, <a href="http://www.verdi.de" target="_blank">ver.di Bundesleitung</a>), Mike Nagler (<a href="http://www.attac.de" target="_blank">Attac Deutschland</a>), sowie als Moderator: Franz Drey (<a href="http://www.partnerschaften-deutschland.de/wer-wir-sind/aufbau-der-gesellschaft/aufsichtsrat/" target="_blank">Vorstand der &#214;PP Deutschland AG</a> und Stellv. Chefredakteur des <a href="http://www.behoerden-spiegel.de" target="_blank">Beh&#246;rdenspiegels</a>).</p>
<p>Die Erwartungen von Prof. Alfen und Herrn Drey die seit Jahren in Sachsen PPP zusammenarbeiten, waren ganz offensichtlich &#8211; wie ich auch im sp&#228;teren Gespr&#228;ch best&#228;tigt bekam, dass Attac mehr oder weniger als eine Horde demonstrationsw&#252;tiger Privatisierungsgegner bestehe und auf dem Podium wohl platte Parolen gegen Privatisierung erwartet wurden. Es machte jedenfalls f&#252;r mich den Eindruck, dass sie sich nicht sonderlich mit dem Netzwerk und den Anliegen von Attac auseinandergesetzt hatten.</p>
<p>Die Podiumsdiskussion &#8220;Pro-Kontra PPP &#8211; Hart aber fair&#8221; selbst lief aus meiner Sicht dann trotz der kurzen Zeit die uns zur Verf&#252;gung stand ganz gut. Die Kritiker des Modells, Renate Sternatz (ver.di), Gabriele Klug (Transparency) und ich haben uns jeweils gut erg&#228;nzt. Den Schwerpunkt haben wir auf die Offenlegung der Vertr&#228;ge und Gutachten gelegt sowie auf die Infragestellung der Wirtschaftlichkeit von PPP Modellen. In diesem Zusammenhang wurden auch einige Beispiele aus der Praxis angef&#252;hrt die unsere Bef&#252;rchtungen unterstrichen.</p>
<p>Unter anderem wurde Herr Heudorf  mit dem, von ihm vorangebrachten Projekt &#8220;Frankfurt Ostend&#8221; konfrontiert welches er dennoch verteidigte. In den letzten Jahren wurde von Seiten der Nutzer eine ganze Reihe M&#228;ngel bescheinigt. Selbst das eigene Revisionsamt hatte 2006 in einem Gutachen bescheinigt, dass die Ausf&#252;hrung durch die Kommune weitaus wirtschaftlicher w&#228;re. Daraufhin wurden zwei weitere Gutachten angefertigt &#8211; die wiederum das Gegenteil best&#228;tigten. Nur wurden diese Gutachten nie &#246;ffentlich gemacht. Dies w&#228;re aber notwendig um zu analysieren wie denn die Gutachten zu so unterschiedlichen Ergebnissen kommen k&#246;nnen. In diesem Zusammenhang ist es vieleicht interessant darauf hinzuweisen, dass eines der geheimgehaltenen Gutachten von der Alfen Consult stammt, dem Beratungsunternehmen von Prof. Alfen.</p>
<p>In der Diskussion habe ich unter anderem einige Beispiele und Kritikpunkte angebracht, die dazu gef&#252;hrt haben, dass PPP in Leipzig abgelehnt wurde. Vor allem auch die Bedenken<br />
hinsichtlich der negativen Auswirkungen auf die regionaler Wertsch&#246;pfung spielten in der kurzen Debatte eine Rolle. Das PPP sich nur f&#252;r die gro&#223;en Baukonzerne rechne bestritt Herr Baumgard. Allerdings gibt es hierzu Zahlen aus der Praxis die dies belegen. (In Leipzig bspw. war das geplante Projekt in dem f&#252;nf Schulen im Rahmen eines PPP Projektes saniert werden sollten mit einem Investitionsvolumen von 60 Millionen Euro geplant. Bei Volumina in dieser Gr&#246;&#223;enordnung sind regionale Bauunternehmen aber von vornherein ausgeschlossen, da sie von den Banken keine Kredite in dieser H&#246;he genehmigt bekommen.) <a href="http://leipzig.softwiki.de/index.php5/APRIL.PPP.Schulen" target="_blank">Mehr zur Debatte um PPP in Leipzig hier im Wiki des April-Netzwerks</a>.</p>
<p>Prof. Alfen selbst sch&#228;tze ich so ein, dass er sehr genau wei&#223;, dass die meisten seiner &#8220;Wirtschaftlichkeitsberechnungen&#8221; und &#8220;Gutachten&#8221; leicht zu widerlegen sind. Das zeigte auch sein &#8220;vorsichtiges&#8221; Auftreten am n&#228;chsten Tag auf der Attac Veranstaltung. Dies erkl&#228;rt auch die, von den Bef&#252;rwortern in vielen F&#228;llen so hartn&#228;ckig verteidigte Geheimhaltung der Vertr&#228;ge und Gutachten.</p>
<p>Die Gespr&#228;che im Nachgang des Podiums haben auch gezeigt, dass es auch unter den Besuchern eine ganze Reihe an Kritikern des Modells gibt. (Vor allem <a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/Bundes-und-Landesrechnungshoefe-Mai-2006.pdf" target="_blank">aus den Rechnungsh&#246;fen</a>, den <a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/PPP-Analyse-AKP-2-2006.pdf" target="_blank">Architektenkammern</a>, den Verwaltungen in den Ministerien.) Unter anderem ging es dabei um die Anfang des Jahres <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2234023_Strassenmeistereien-in-Hessen-Land-sagt-Privatisierung-ab.html" target="_blank">abgesagte Privatisierung der hessischen Stra&#223;enbaumeistereien</a> oder auch um die exorbitant gestiegenen Kosten der <a href="http://www.mbi-mh.de/PPP_Forfaitierung.pdf" target="_blank" class="broken_link">PPP Projekte im Landkreis Offenbach</a>.</p>
<blockquote><p>Hier noch in Kurzform einige meiner Stichpunkte / Thesen zu &#214;ffentlich-Privaten Partnerschaften:</p>
<p>- &#214;PP ist nicht billiger betrachtet man es in Bezug auf die Wertsch&#246;pfung in der Region.<br />
- M&#246;gliche errechnete Kostenvorteile werden durch schlechtere Entlohnung, Outsourcing und Marktmacht von Generalunternehmern erzielt.<br />
- Baukosten&#252;berschreitung sind in ganz anderen Dimensionen zu erwarten.<br />
- Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen gleichen oftmals dem Blick in die Glaskugel. (Offenlegung! Gegenpr&#252;fung von unabh&#228;ngiger Stelle.)<br />
- Die &#246;ffentliche Hand verliert Kompetenz beim Betrieb der betreffenden Einrichtungen.<br />
- Es besteht Grund zur Bef&#252;rchtung, dass nach dem Auslaufen der PPP Vertr&#228;ge die generelle Privatisierung folgt. (Zumal dann, wenn Eigentum in eine Projektgesellschaft eingebracht wird.)<br />
- Forfaitierung mit Einredeverzicht (oder Teileinredeverzicht) macht Dilemma deutlich: Finanzierungskosten sind selbst unter Preisgabe von Sanktionsm&#246;glichkeiten ung&#252;nstiger als bei konventionellen &#246;ffentlichen Investitionen.<br />
- Die Finanzierung ist f&#252;r den privaten Generalunternehmer immer teurer als f&#252;r die Kommune. (Wirtschaftliche Logik) (u.a.: Der Private bekommt niemals einen g&#252;nstigeren Kredit als die &#246;ffentliche Hand. Umsatzsteuer.)<br />
- Vertragliche Festlegung der Nutzung auf 25 Jahre. Wie kann man alle Unw&#228;gbarkeiten der n&#228;chsten 25 Jahre in Vertr&#228;ge gie&#223;en?<br />
- Alle Risiken des Betriebs im Vorhinein vertraglich zu regeln birgt Risiken die im Zweifelsfall der Steuerzahler aufkommen muss.<br />
- Risiko: Betreiber in Insolvenz / Kommune haftet<br />
- Mit PPP wird „Spielgeld“ f&#252;rs globale Finanzcasino geschaffen. Aus &#246;ffentlichem Eigentum werden Finanzprodukte.</p></blockquote>
<p>Im Zusammenhang mit meinem <a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/?p=2159" target="_blank">vorangegangenen Beitrag</a> noch der Hinweis das &#214;ffentlich-Private-Partnerschaften auch an Hochschulen seit einigen Jahren verst&#228;rkt zur Anwendung kommen. Durch die Unterfinanzierung von staatlicher Seite gehen die Hochschulen mehr und mehr direkte Vertr&#228;ge mit Wirtschaftsunternehmen ein und begeben sich dadurch in Abh&#228;ngigkeiten. Hier die <a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/Sachsen-PPP-Hochschulen-4_Drs_3531_-1_1_10_.pdf" target="_blank">Antwort auf eine Anfrage bzgl. PPP an s&#228;chs. Hochschulen an die S&#228;chsische Staatsregierung</a> die wir als Landesstudierendenvertretung (<a href="http://www.kssnet.de" target="_blank">KSS</a>) im Jahre 2005 gestellt und &#252;ber zwei Abgeordnete der  Fraktion DIE LINKE eingereicht hatten. Bereits 2005 gab es schon eine Reihe solcher Projekte. Heute ist der Anteil dieser &#8220;Partnerschaften&#8221; weiter gestiegen.</p>
<p>Einige Beispiele <a href="http://kommunal-ist-optimal.de/index.php/PPP" target="_blank">auf der Plattform des Netzwerks von B&#252;rgerinitiativen zum Erhalt der Daseinsvorsorge (APRI-Netzwerk)</a>.</p>
<p>Einige Beispiele zum Thema auf den <a href="http://kommunalverwaltung.verdi.de/themen/ppp_-_public_private_partnership" target="_blank">Seiten von ver.di</a> sowie hier <a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/Tagungsdokumentation-verdi-2006-mit-Beispielen.pdf" target="_blank">die Zusammenfassung in der Tagungsbrosch&#252;re einer ver.di Tagung von 2006</a>.</p>
<p>Die Kampagne <a href="http://www.ppp-irrweg.de" target="_blank">PPP-Irrweg</a>.</p>
<p style="text-align: center">.</p>
<div class="mceIEcenter">
<dl>
<dt><a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/ppp_wolf_im_schafspelz_08.jpg" rel="shadowbox[post-2708];player=img;"><img src="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/ppp_wolf_im_schafspelz_08.jpg" alt="" width="450" height="762" /></a></dt>
<dd>PPP Irrweg Kampagne</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: center">.</p>
<div class="mceIEcenter">
<dl>
<dt><a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/PPP-Weimar-IMG_5112.jpg" rel="shadowbox[post-2708];player=img;"><img src="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/PPP-Weimar-IMG_5112.jpg" alt="" width="450" height="600" /></a></dt>
<dd>Die Geldgeber.</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: center">
<p style="text-align: center">.</p>
<div class="mceIEcenter">
<dl>
<dt><a href="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/2010-Podium-Weimar-PPP.jpg" rel="shadowbox[post-2708];player=img;"><img src="http://mikenagler.linkeblogs.de/wp-content/uploads/2010/03/2010-Podium-Weimar-PPP.jpg" alt="" width="450" height="260" /></a></dt>
<dd>Auf dem Podium v.l.: Arnd Baumgard (Société Générale Corporate and Investment Banking und Mitglied des BPPP), Frank Heudorf (Stadtk&#228;mmerei Frankfurt am Main und sog. &#8220;PPP Mann 2008&#8243;), Gabriele C. Klug (Transparency International und Beigeordnete in der Verwaltung der Hansestadt Wesel), Renate Sternatz (Bereichsleiterin Fachbereich Gemeinden, ver.di Bundesleitung), Mike Nagler (Attac Deutschland)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: center">.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bundesrechnungshof gegen Autobahnen-PPP</title>
		<link>http://www.who-owns-the-world.org/2009/03/30/bundesrechnungshof-gegen-autobahnen-ppp/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 14:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem aktuellen Gutachten kommt der Bundesrechnungshof zu dem Schluss, dass die bisher angesto&#223;enen Projekte weder sonderlich wirtschaftlich sind, noch schneller als auf herk&#246;mmlichen Wege zu realisieren sind. Mehr lesen
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem aktuellen Gutachten kommt der Bundesrechnungshof zu dem Schluss, dass die bisher angesto&#223;enen Projekte weder sonderlich wirtschaftlich sind, noch schneller als auf herk&#246;mmlichen Wege zu realisieren sind. <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/politik/2009/3/17/news-114625162/detail.html">Mehr lesen</a></p>
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		<title>Neue private PPP-Autobahnen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 16:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Lkw-Maut sorgt f&#252;r ein neues Gesch&#228;ftsmodell: Private Unternehmen sollen Milliardenbetr&#228;ge in deutsche Autobahnen stecken. Im Gegenzug erhalten sie Einnahmen aus der Stra&#223;engeb&#252;hr f&#252;r Lastwagen. Wer meint, beim Blick aufs Pflaster l&#228;sst sich kein Unterschied erkennen, ist blind f&#252;r die verbauten sozialen Verh&#228;ltnisse&#8230; Sechs Projekte sind in Planung, darunter die A 8 in Bayern und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><lang_de>Die Lkw-Maut sorgt f&#252;r ein neues Gesch&#228;ftsmodell: Private Unternehmen sollen Milliardenbetr&#228;ge in deutsche Autobahnen stecken. Im Gegenzug erhalten sie Einnahmen aus der Stra&#223;engeb&#252;hr f&#252;r Lastwagen. <strong>Wer meint, beim Blick aufs Pflaster l&#228;sst sich kein Unterschied erkennen, ist blind f&#252;r die verbauten sozialen Verh&#228;ltnisse&#8230;</strong> Sechs Projekte sind in Planung, darunter die A 8 in Bayern und die A 9 in Th&#252;ringen. <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article2146007/Bund_privatisiert_370_Kilometer_Autobahn.html">Mehr lesen</a><br />
Dabei zieht Deutschlands zweitgr&#246;&#223;ter Baukonzern Bilfinger Berger gemeinsam mit Partnern den gr&#246;&#223;ten Auftrag zum Ausbau eines Streckenabschnitts der A1 ab. Das vom Land Niedersachen vergebene Projekt habe ein Investitionsvolumen von 650 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Damit handele es sich um das bislang gr&#246;&#223;te &#246;ffentlich-private Partnerschaftsprojekt (PPP/Public Private Partnership) in Deutschland. <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E7602FC0C1C9A43DCB7E4516C2E36DDBD~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Mehr lesen</a></lang_de></p>
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		<title>Deutsche Bank Research praesentiert &quot;Privatisierungsoptionen fuer das deutsche Autobahnnetz&quot;</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 17:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DBResearch schreibt in der Presseank&#252;ndigung f&#252;r ihr Papier: &#8220;Die geographische Lage Deutschlands im Herzen Europas bietet zahlreiche Chancen f&#252;r auch zuk&#252;nftiges wirtschaftliches Wachstum. Die gestiegene Bedeutung von Logistik und Verkehr f&#252;r das Bruttoinlandsprodukt sind hierf&#252;r klare Zeichen. Jedoch wird nicht im gleichen Ma&#223;e, wie das Verkehrsaufkommen steigt, in den Ausbau der Infrastruktur investiert &#8211; im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DBResearch schreibt in der Presseank&#252;ndigung f&#252;r ihr <a href="http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/wgdw_uploads/texte/Privatisierungsoptionen_f_r_das_deutsche_Autobahnnet.pdf">Papier</a>: &#8220;Die geographische Lage Deutschlands im Herzen Europas bietet zahlreiche Chancen f&#252;r auch zuk&#252;nftiges wirtschaftliches Wachstum. Die gestiegene Bedeutung von Logistik und Verkehr f&#252;r das Bruttoinlandsprodukt sind hierf&#252;r klare Zeichen. Jedoch wird nicht im gleichen Ma&#223;e, wie das Verkehrsaufkommen steigt, in den Ausbau der Infrastruktur investiert &#8211; im Gegenteil: die Stra&#223;eninfrastruktur wird seit Jahren auf Verschlei&#223; gefahren. Eine st&#228;rkere zweckgebundene Nutzerfinanzierung und die Einbindung privatwirtschaftlichen Know-hows bei Finanzierung und Betrieb der Stra&#223;eninfrastruktur ist mehr als angezeigt.&#8221;</p>
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		<title>Hessen fordert Privatisierung aller staatlicher Immobilien</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2006 09:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin (ddp) &#8211; Bund und L&#228;nder sollten nach Einsch&#228;tzung von Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) alle Geb&#228;ude und Immobilien privatisieren. «Der Staat muss keine Immobilien besitzen, denn er ist kein guter Immobilienverwalter», sagte Weimar der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Ihm fehle die Spezialisierung, und seine Mittel f&#252;r Unterhalt und Modernisierung w&#252;rden durch die Haushaltslage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin (ddp) &#8211; Bund und L&#228;nder sollten nach Einsch&#228;tzung von Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) alle Geb&#228;ude und Immobilien privatisieren. «Der Staat muss keine Immobilien besitzen, denn er ist kein guter Immobilienverwalter», sagte Weimar der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Ihm fehle die Spezialisierung, und seine Mittel f&#252;r Unterhalt und Modernisierung w&#252;rden durch die Haushaltslage bestimmt. <br />&#8220;Ein kleiner Schaden kann dann nach drei, vier Jahren zum gro&#223;en Schaden werden und nach acht oder zehn Jahren zum Sanierungsfall. Das alles kostet am Ende unendlich viel Geld», sagte Weimar. Hessen gilt unter den Bundesl&#228;ndern als Vorreiter bei der Privatisierung &#246;ffentlichen Eigentums.<br />Weimar sprach sich auch daf&#252;r aus, dem Bund mehr Freiraum f&#252;r den Verkauf von Stra&#223;en und Autobahnen einzur&#228;umen. Er pl&#228;diere daf&#252;r, dass die Kfz-Steuer in Zukunft nicht mehr von den L&#228;ndern, sondern vom Bund erhoben werde. «Der h&#228;tte dann n&#228;mlich alle Instrumente in der Hand, um frei &#252;ber die Einf&#252;hrung einer Pkw-Maut auf den Autobahnen entscheiden zu k&#246;nnen», erkl&#228;rte der hessische Finanzminister. Wenn man &#252;ber die Privatisierung von Stra&#223;en rede, m&#252;sse man entscheiden, ob die B&#252;rger &#252;ber die Kfz-Steuer oder &#252;ber individuelle Nutzungsentgelte f&#252;r die Infrastruktur bezahlen sollten.<br />Im Tausch f&#252;r die Kfz-Steuer sollten die L&#228;nder dann die Versicherungssteuer bekommen, sagte Weimar. «Diesen Plan hatte es schon einmal gegeben, er wurde aber leider nicht umgesetzt. Wir sollten das erneut angehen.»<br />
Quelle: http://linkszeitung.de/content/view/9436/42/</p>
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		<title>Gegen Privatisierung der Autobahnen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2006 14:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine aktuelle Allensbachumfrage f&#252;r die FAS v.8.1.06 (S.29) ergab, dass 70 % der Deutschen im Westen und 77 % im Osten eine Privatisierung der 12 000 km Autobahn ablehnen; dieses Projekt findet auch in keiner Partei eine Mehrheit.</p>
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		<title>Steinbrueck bereitet Autobahn-Privatisierung vor</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2005 22:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Handelsblatt online berichtet von Privatisierungspl&#228;nen: &#8220;Finanzminister Peer Steinbr&#252;ck (SPD) l&#228;sst nach Informationen der „WirtschaftsWoche“ nun doch verschiedene Modelle zur Privatisierung des deutschen Autobahnnetzes pr&#252;fen. Dadurch sollen die Einnahmen f&#252;r den Bund erh&#246;ht werden. Die &#220;berlegungen reichten vom „Verkauf und anschlie&#223;ender R&#252;ckmietung“ (sale and rent back) &#252;ber Beteiligungen an der Lkw-Maut bis zu privaten Betreibermodellen, berichtete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Handelsblatt online berichtet von Privatisierungspl&#228;nen: &#8220;Finanzminister Peer Steinbr&#252;ck (SPD) l&#228;sst nach Informationen der „WirtschaftsWoche“ nun doch verschiedene Modelle zur Privatisierung des deutschen Autobahnnetzes pr&#252;fen. Dadurch sollen die Einnahmen f&#252;r den Bund erh&#246;ht werden. <br />Die &#220;berlegungen reichten vom „Verkauf und anschlie&#223;ender R&#252;ckmietung“ (sale and rent back) &#252;ber Beteiligungen an der Lkw-Maut bis zu privaten Betreibermodellen, berichtete das Blatt unter Berufung auf das Finanzministerium. Zur Konsolidierung des Bundeshaushalts f&#252;r 2006 bis 2009 habe Steinbr&#252;ck bereits &#252;ber die von Amtsvorg&#228;nger Hans Eichel (SPD) eingeplanten Privatisierungserl&#246;se von 38 Milliarden Euro hinaus j&#228;hrlich weitere vier Milliarden durch „Mobilisierung von Beteiligungsverm&#246;gen“ einkalkuliert.<br />Diese zus&#228;tzlichen 16 Milliarden seien jedoch nicht mehr durch das so genannte Tafelsilber gedeckt. Dazu geh&#246;ren neben verbliebenen Aktienpaketen an der Telekom auch ERP- Sonderverm&#246;gen oder Forderungen gegen andere L&#228;nder. Das Statistische Bundesamt beziffert dem Blatt zufolge den aktuellen Wert des Autobahnnetzes auf gut 50 Milliarden. Das Beratungsunternehmen Prognos komme sogar auf 127 Milliarden Euro.&#8221;<br />
Quelle: http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&#038;sfn=go&#038;id=1160276</p>
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		<title>Autobahnen im Vergleich</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2005 16:18:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen europaweiten &#220;berblick &#252;ber die verschiedenen Formen der Bereitstellung des Gutes &#8220;Autobahn-Mobilit&#228;t&#8221; liefert knapp und informativ das FAZ.netZur sich dahinter verbergenden Diskussion um die Privatisierung der Autobahnen ein methodisch angeleiteter &#8220;Urteilsbildungsprozess&#8221; im pbnetz (ein Projekt der Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung).
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://egora.uni-muenster.de/pbnetz/bindata/Bild_Autobahn.jpg" align="right">Einen <a href="http://www.faz.net/s/Rub560251485DC24AF181BBEF83E12CA16E/Doc~ED8754404CCC543F79F314115EC8B1DE0~ATpl~Ecommon~Scontent.html">europaweiten &#220;berblick &#252;ber die verschiedenen Formen der Bereitstellung des Gutes &#8220;Autobahn-Mobilit&#228;t&#8221;</a> liefert knapp und informativ das FAZ.net<br />Zur sich dahinter verbergenden Diskussion um die Privatisierung der Autobahnen ein <a href="http://egora.uni-muenster.de/pbnetz/Privatisierung_der_Autobahnen.shtml">methodisch angeleiteter &#8220;Urteilsbildungsprozess&#8221;</a> im pbnetz (ein Projekt der Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kein oeffentliches Eigentum verhoekern!</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2005 21:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Euskirchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gegen Privatisierung von Bundesverm&#246;gen zur Sanierung des Haushalts.
Um den Bundeshaushalt auszugleichen, plant die Regierung, in den beiden kommenden Jahren Bundeseigentum in einem Wert von 40 Milliarden zu ver&#228;u&#223;ern. Bis zum Jahr 2009 sollen es insgesamt 54 Milliarden werden. Verkauft werden soll unter anderem der Rest der Telekom-Aktien, die noch in Bundesbesitz sind, die Deutsche Bahn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-style: italic;">Gegen Privatisierung von Bundesverm&#246;gen zur Sanierung des Haushalts.</span><br />
Um den Bundeshaushalt auszugleichen, plant die Regierung, in den beiden kommenden Jahren Bundeseigentum in einem Wert von 40 Milliarden zu ver&#228;u&#223;ern. Bis zum Jahr 2009 sollen es insgesamt 54 Milliarden werden. Verkauft werden soll unter anderem der Rest der Telekom-Aktien, die noch in Bundesbesitz sind, die Deutsche Bahn oder Abschnitte von Bundesautobahnen. Diskutiert wurde auch, wie die Welt am 26.11. schreibt, der Verkauf von Immobilien, so von Ministerien. Das sei aber wieder verworfen worden. (Vorhaben, Minister zu verkaufen, sind noch nicht gemeldet worden.)<br />
Der Verkauf von &#246;ffentlichem Eigentum ist nicht der richtige Weg, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Der Staat braucht Sachverm&#246;gen, um seinen Aufgaben bei der Daseinsvorsorge oder der Preisregulierung nachzukommen. Zur Privatisierung gibt es Alternativen: Die Haushaltsdefizite sind durch h&#246;here Steuereinnahmen zu beseitigen: Die Besteuerung der Gewinneinkommen und Verm&#246;gen muss wieder erh&#246;ht werden. Anzustreben ist der Stand von 1991. Denn w&#252;rden die Gewinneinkommen wieder mit demselben effektiven Steuersatz belastet, wie dies Anfang der 90er Jahre der Fall war, dann h&#228;tte der Staat Mehreinahmen von rund 40 Milliarden Euro. W&#252;rden die hohen Verm&#246;gen und Erbschaften wieder angemessen besteuert, k&#228;men je nach Ansatz weitere 15 Milliarden hinzu, und k&#246;nnten die Bundesl&#228;nder sich auf eine sorgf&#228;ltigere Steuerpraxis verstehen, lie&#223;en sich viele zig Milliarden Steuerhinterziehung vermeiden.<br />
Privatisierung widerspricht jeder vern&#252;nftigen Auffassung &#252;ber geordnetes Wirtschaften. In der Privatwirtschaft schlie&#223;lich gilt als Bankrotteur, wer mehr ausgibt als er einnimmt und dann gezwungen ist, einen gro&#223;en Teil seines Verm&#246;gens zu verkaufen. Bevor der Bund Verm&#246;gen verkauft, ist doch wenigstens zu fragen, warum er so wenig eingenommen hat, obwohl doch seine Ausgaben nur sehr m&#228;&#223;ig angestiegen sind. Der entscheidende Grund hierf&#252;r ist die anhaltend absinkende Besteuerung der Gewinne und Verm&#246;gen. W&#228;hrend der Anteil der Gewinne am Volkseinkommen kr&#228;ftig angestiegen ist und auch die Verm&#246;gen betr&#228;chtlich angewachsen sind, sind die Einnahmen des Staates aus Gewinn- und Verm&#246;gensbesteuerung von 1991 bis 2004 von 69 Mrd. Euro auf 67 Mrd. Euro gefallen. Die Massensteuern dagegen haben in demselben Zeitraum kr&#228;ftig zugelegt. Sie sind von 236 Mrd. auf 317 Mrd. angestiegen.<br />
Damit ist eines klar: Der Staat verzichtet zunehmend darauf, Gewinn und Verm&#246;gen zu besteuern. Um das Defizit nicht zu gro&#223; werden zu lassen, werden erstens sozialen Leistungen und die &#246;ffentlichen Personalausgaben gek&#252;rzt und zweitens die Massensteuern erh&#246;ht. Die geplante Mehrwertsteuererh&#246;hung ab 2007 und die weiteren K&#252;rzungen im sozialen Bereich setzen diese Strategie fort. Dennoch lassen sich die Defizite so nicht eind&#228;mmen: Denn wenn der Staat Gewinnbezieher und Verm&#246;gensbesitzer reichlich beschenkt, dann ist die Freude dort zwar gro&#223;, aber die gesamtwirtschaftlichen Folgen sind fatal: Die so liebevoll Bedachten geben nicht aus, was sie zus&#228;tzlich einnehmen. Folglich nehmen Nachfrage und Wachstum ab und konsequenterweise sind zus&#228;tzliche Steuereinnahmen nicht in Sicht. Auf der anderen Seite steigen die Anspr&#252;che an den Staat, weil nun noch mehr Erwerbslose zu versorgen sind. Weitere K&#252;rzungen beim Arbeitslosengeld I und II werden die Folge sein.<br />
Das Ende vom Lied ist leicht zu erraten: Nachdem wegen der Steuergeschenke die Reichen reicher und der Staat &#228;rmer geworden sind, verkauft der Staat nun sein Verm&#246;gen an dieselben Reichen. Zu betonen ist: Die K&#228;ufer bezahlen den Kaufpreis mit den Steuergeschenken, die sie vorher vom Staat reichlich bekommen haben. denn es sind diese Geschenke, die das Haushaltsdefizit verursacht haben.<br />
Grunds&#228;tze gibt es offenbar nicht mehr, wenn es ums Bereichern geht. Es ist hier wichtig, an den Leitgedanken des Artikel 115 des Grundgesetzes zu erinnern, der festgelegt, dass der Staat nur soviel Kredit aufnehmen soll, wie er durch Investitionen seinem Sachverm&#246;gen dazuf&#252;gt. Sein Nettoverm&#246;gen soll sich bei Beachtung dieser Regel durch Kreditaufnahme nicht verringern. F&#252;r die gegenw&#228;rtige Situation eines sehr gro&#223;en Ungleichgewichtes auf dem Arbeitsmarkt sieht unsere Verfassung sicherlich eine Ausnahme vor. Hier kann die Kreditaufnahme h&#246;her ausfallen als die &#246;ffentlichen Investitionen. (Eine Verfassungsklage dagegen w&#228;re also reiner Unsinn.) Was uns hier aber interessieren muss, ist die Grundidee, wonach der Staat sein Nettoverm&#246;gen eben nicht verringern soll. Das allerdings, der Geist der Verfassung, z&#228;hlt nicht mehr, wenn es ums Gesch&#228;fte-Machen geht.<br />&nbsp;<br />Dass sich unsere Verfassung von der Grundidee leiten l&#228;sst, das &#246;ffentliche Verm&#246;gen nicht zu verringern, hat einen tieferen Sinn: In sehr vielen Leistungsbereichen versagt die Privatwirtschaft. Marktversagen ist traditionell von den unterschiedlichen Richtungen der Wirtschaftswissenschaft anerkannt. Erst der Neoliberalismus redet von Staats- und Demokratieversagen. Wir aber brauchen staatliche Leistungen in vielen Bereichen, so im Gesundheits- und Verkehrswesen, in der Wasser- und Energieversorgung und in vielen Breichen mehr. Ohne &#246;ffentliches Eigentum kann es keine wirksame Daseinsvorsorge des Staates geben. Viele L&#228;nder, die die Privatisierung sehr vorangetrieben haben, sind nun wegen unzureichender Leistungen der Privatunternehmen gezwungen, die entsprechenden Bereiche wieder zu &#246;ffentlichem Eigentum zu machen. Wir k&#246;nnen uns diesem Umweg ersparen, indem wir gleich aus den Erfahrungen mit der Privatisierung lernen.<br />
[Verfasser: Herbert Schui. <LINK http://www.w-asg.de/28+M5af2cb6de4b.0.html><span style="text-decoration: underline;">WASG-28.11.2005)</span></LINK>  </p>
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