(Deutsch) Verarmungspolitik via Schuldenbremse
Markus Euskirchen | Tags: Finanzkrise • Municipalities • Umverteilung • Finances • PPP • Distribution of Wealth
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Der Beitrag wurde am 18. July 2011 um 14:37 Uhr von Markus Euskirchen veröffentlicht. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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Was ist denn die zweite Schneide des Schwertes?
hä? noch nie ein schwert in der hand gehabt? ein messer hat in der regel nur eine schneide und einen rücken (vgl. wikipedia). schwerter hingegen haben in der regel keinen rücken, sondern eine klinge mit schneide auf beiden seiten – zweischneidig eben: sie schneiden nach beiden seiten, was der redewendung ihre ausdruckskraft verleiht bzw. verlieh – in zeiten, in denen schwertbenutzung noch auf der all-tagesordnung stand: eine sache hat ihre zwei seiten, sie ist durchaus ambivalent zu bewerten.
UPDATE: noch mal drüber geschlafen, hintergründigkeit der frage verstanden: im übertragenen sinne ist die eine schneide, analog zum ebenso zweischneidigen schwert ppp und mit zu viel wohlwollen, bürgerlich-idealistisch verstanden: die schuldenbremse als instrument zur sanierung der kommunalfinanzen. diese schneide hat sich im falle von ppp bereits als stumpf erwiese, und das wird im falle der schuldenbremse nicht anders sein. scharf ist die andere: die schuldenbremse als “Selbstbedienungsladen für das Finanzkapital”, wie es der artikel nennt.